Zum Thema: Wünsche loslassen …

In und auch nach Seminaren werden wir immer wieder gefragt, warum man denn seine Wünsche loslassen soll. Wünsche sind wichtig, Wünsche bereiten unsere Ziele vor! Warum sie also loslassen?

Im Buch „ das LOL2A – Prinzip von René Egli sind wir auf eine sehr schöne und verständliche Erklärung gestoßen, die wir gerne weitergeben und zitieren möchten. Der Autor formuliert sie so präzise und einleuchtend! Egli beginnt seine Erklärung der Notwendigkeit des „Loslassens“ mit einer Metapher:

„Sie zielen mit einem Pfeilbogen auf eine Scheibe. Was müssen Sie tun, damit der Pfeil die Zielscheibe trifft? Sie müssen den Bogen spannen (Energie); Sie müssen zielen (Intelligenz) und sie müssen loslassen.“… „Loslassen ist der schnellste und kostengünstigste Weg zur Erreichung aller Ziele. Und wenn ich alle Ziele sage, dann meine ich tatsächlich alle Ziele. Wir sprechen hier von universellen Gesetzmäßigkeiten, somit gibt es keine Einschränkungen.“

„Überlegen Sie einmal, was geschieht, wenn der Bogenschütze den Bogen zwar spannt, aber nicht loslässt? Zuerst geschieht gar nichts; dann wird er müde. Und wenn er die Spannung weiter erhöht, dann bricht der Bogen. Wie heißt doch das geflügelte Wort, wenn jemand z.B. durch Überarbeitung krank wird? < Er hat den Bogen überspannt!>. Wer den Bogen überspannt, wird krank. Wer den Bogen überspannt, hat zu lange festgehalten, er konnte nicht loslassen. Er hat damit ein negatives Resultat erziel!“

Leben heißt fließen. Das wussten bereits die alten Griechen: Panta rhei = alles fließt. Wenn Leben tatsächlich <fließen> bedeutet, so schlussfolgert Egli, ist es klar, dass alles was wir festhalten letztendlich zum Tode, oder auf unsere Wünsche bezogen, zur Nichterfüllung führt!

„Was wir festhalten, kann sich nicht bewegen, kann nichtmehr fließen. Und was sich nicht bewegen kann, ist für unsere Begriffe tot. Stellen Sie sich das Leben als Fluss vor. Ein Fluss, der nicht fließt, ist kein Fluss mehr!“

 

Alles ist Energie und Ordnung, auch der Mensch besteht letztendlich aus Energie und Ordnung. Diese Ordnung kann man auch als universelle Intelligenz bezeichnen.

Um Probleme nun rasch zu lösen oder Wünsche zu manifestieren, sollten wir diese Intelligenz aktivieren. Nur , wie macht man das?

Die Antwort lautet – Loslassen!

René Egli geht in seinem Buch „Das LOL2A-Prinzip“ von 6 Schritten aus, die loslassen beinhaltet!

1. Akzeptieren des IST-Zustandes

Wenn man möglichst schnell von einem Ist-Zustand zu einem Soll-Zustand kommen möchte, ist es nicht sonderlich sinnvoll, den Ist-Zustand festzuhalten. Hält man ihn fest, blockiert man ihn, er kann sich nicht bewegen. Akzeptiert man ihn jedoch als den Zustand im JETZT, geschieht etwas Bemerkenswertes: er verändert sich!

Nun könnte man fragen: akzeptieren? Wie kann ich das akzeptieren?

Die Antwort ist einfach: Man kann nicht nur, man muss! Es ist schlicht ein Fakt, dass das, was IST – ist! Es macht keinen Sinn, sich darüber aufzuregen. Wir können die Zukunft ändern, die Gegenwart jedoch nicht!

2. Nicht verurteilen

Hier bezieht sich Egli nochmals auf den vorhergegangenen Punkt: „Etwas nicht zu akzeptieren heißt, es zu verurteilen. Wenn man etwas nicht mehr verurteilt, dann kann man es leichter akzeptieren. Loslassen heißt also auch, nicht ständig über Menschen/Situationen zu urteilen (gut/schlecht)… Wenn Sie Menschen oder Situationen verurteilen, dann blockieren Sie das Leben; Blockade heißt Konflikt und Konflikt heißt Widerstand. … Wir sprechen hier von Physik! Urteilen heißt, etwas Ganzes teilen; und wenn ich 2 Teile habe, dann habe ich einen Konflikt….“

3. Keine Gedanke an den Weg

Loslassen aktiviert die universelle Intelligenz, die jedem Menschen innewohnt.

Wenn ich nun ein Ziel im Visier habe und mich dabei auf einen bestimmten Weg konzentriere, dann begrenze ich mich vollkommen. Das ist rein kognitives Denken und blockiert das Herzdenken und somit die universelle Intelligenz. Mit unserer linken Gehirnhälfte mögen wir vielleicht einen, zwei oder auch drei mögliche Wege sehen. Wer sagt jedoch, dass es nicht unendlich viele andere Wege zu unserem Ziel gibt?

4. Kein Kampf für das Ziel oder gegen den IST – Zustand

„Kampf heißt festhalten und Kampf heißt Konflikt. Somit haben wir wieder unnötige Energie- und Zeitverschwendung.“

5. Keine Konzentration auf das Ziel

„Wenn Sie sich verbissen auf das Ziel konzentrieren, dann heißt das, sie halten fest!“ Zugegeben, dass ist schwer! Etwas, dass wir uns wünschen hat natürlich eine hohe Wichtigkeit für uns, sonst würden wir es ja kaum wünschen! Und nun sollen wir genau das loslassen? (Den Teilnehmern unserer Seminare wird auch dies sehr bekannt vorkommen!) Lesen wir weiter, wie René Egli es erklärt:

„Konzentration heißt Ausschließung; Sie nehmen dann nicht wahr, was rechts und links von Ihnen geschieht und das ist eindeutig eine Begrenzung der Intelligenz…. Verstehen wir uns richtig: das Ziel soll vorhanden sein; aber wenn wir uns zu sehr darauf konzentrieren, dann nehmen wir die Gegenwart nicht vollständig war…wir begrenzen unsere universelle Intelligenz.“

Der Autor bringt nun ein sehr schönes Beispiel:

„Ein junger Seminarteilnehmer berichtete folgendes: Er spielte oft Tennis gegen seinen Vater. (..) Sein erklärtes Ziel war es, unbedingt zu gewinnen. Er war der Meinung, dass er konditionell besser sei als sein Vater und ihn unbedingt schlagen müsste. Doch er verlor immer und immer wieder. Dadurch steigerte sich natürlich seine Verkrampfung immer mehr. Eines Tages hatte er genug von diesem Kampf (er kämpfte für ein Ziel; er konzentrierte sich auf ein Ziel). Im nächsten Match gegen den Vater ging er nicht mehr mit dem Ziel, für den Sieg zu kämpfen an den Start, er ging einfach, um zu spielen. ..und siehe da! Von diesem Tag an hat er nie mehr gegen seinen Vater verloren!“

6. Kein Zweifel an der Zielerreichung

„Zweifel entspringt dem Kopfdenken und begrenzt unsere universelle Intelligenz. Zweifel ist das Gegenteil von Vertrauen. …Loslassen heißt, Vertrauen haben. …

Wer dem Leben misstraut, kann nicht erwarten, dass das Leben ihn trägt, ihm Gutes tut!“

 

„Unsere Wünsche sind die Vorboten der Fähigkeiten, die in uns liegen“ sagt Goethe!

 

Also, wünschen wir…und lassen dann los!

 

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